Protokoll der 2. Reform-Versammlung

Aktennotiz der 2. Zusammenkunft „Reform Wylergut“ in der Aula des Wylergutschulhauses vom 24. November 2004

Anwesend 88 Personen und 13 Entschuldigungen: Gemäss Präsenzliste vom 24.11.04

Wichtigste Punkte seit der letzten Zusammenkunft (Jean-Marc Frei) - Beschluss der letzter Zusammenkunft, Trennung der Einfamilienhäuser und Mietwohnungen. Trennung der Genossenschaft in eine der Einfamilienhausbesitzer und eine der Polygonstrasse; Gründung einer IG für die Einfamilienhäuser, belassen einer Genossenschaft für die Miethäuser. - Verzögerungen bei den Terminen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung; - Fragebogen wurde verschickt, aber mit etlicher Verzögerung; - Statutenentwurf gemacht; - Homepage erstellt unter www.wylergut.ch.vu

Diskussion Einleitung durch Urs Dürmüller, der darauf hinweist, dass man am heutigen Abend gerne in Erfahrung bringen möchte, welche Anliegen die anwesenden Personen haben.

Rudolf Lanz Er wohnt selber nicht mehr im Wylergut. Er ist der Meinung, dass eine Trennung wichtig ist, da die Mieter und Eigentümer nicht die gleichen Interessen haben. Zudem ist er der Meinung, dass ein Präsident im Wylergut leben sollte oder zumindest eine Stellvertretung hat, die ihm die Anliegen der Genossenschafter unterbreitet, er sieht hier ein Führungsproblem.

Jacques Baillod Er wohnt selber in Genf und ist auch der Meinung, dass eine Trennung nötig ist und auch eine Statutenrevision. Er findet, dass die Verwaltung einfach für die Administration zuständig sein sollte und sich jedenfalls nicht einmischen soll, wenn ein Besitzer sein Haus verkaufen will.

Tobias Schropp Möchte gerne wissen für was die Verwaltungsgebühren eigentlich sind, die er bezahlen muss.

Ines Mettler Sieht nicht mehr ein für was die Genossenschaft ist. Sie ist der Meinung, dass es gut ist, wenn sich eine Verwaltung um Strassenbelange und öffentliche Anlagen einsetzt. Bei den Einfamilienhäusern sollte es aber den Eigentümer überlassen werden, wie und zu welchen Preisen sie ihre Häuser vermieten oder verkaufen. Falls sie sozial sein will, kann sie es auch ohne Genossenschaft.

Peter Läuffer Möchte dem Genossenschaftsgedanken ein Kränzchen winden; hätte es damals die Genossenschaft nicht gegeben, hätte er sich kein Haus kaufen können.

Daniel Tschopp Wirft ein, dass man weiterhin versuchen soll, mit der Verwaltung und dem Präsidenten zusammen zu arbeiten. Es muss berücksichtigt werden, dass es auch noch viele Unentschlossene hat, die sich nicht entscheiden können. Es muss aufgepasst werden, dass die Leute nicht verunsichert werden.

Armin Obrist Möchte wissen, welche Gedanken und Anregungen er bei der nächsten Arbeitsgruppensitzung vom 13.12.04 einbringen soll.

Statutenänderung (Fritz Lanz) Da die Auftrennung der Genossenschaft ein langwieriges Verfahren ist und die Resultate der Arbeitsgruppe sowohl inhaltlich wie zeitlich ungewiss sind, sollten als erster Schritt die Statuten geändert werden, was schon am 3.3.2005 möglich wäre. Der Versammlung werden die Grundsätze vorgeschlagen, nach denen die Änderungen erfolgen könnten: - Akzeptanz: die Änderungen sollten die Zustimmung möglichst Vieler erreichen und möglichst Wenige zu Gegnern machen - Gerüst: Wir erfinden keine neuen Statuten, konsultieren aber diejenigen anderer Genossenschaften - Reglemente: Abschaffung der meisten Reglemente betr. Einfamilienhäuser. Künftige Reglemente (betr. Mehrfamilienhäuser) müssen mit den Betroffenen erarbeitet werden (Demokratie!) - Zuständigkeiten: Verschiebung von Kompetenzen zu Lasten der Verwaltung, zu Gunsten der Generalversammlung - Transparenz: Alles was für die Mitglieder von Bedeutung ist, muss im Internet, im Informationsblatt und auf noch zu diskutierende Art publiziert werden.

Voten - Geht es nicht mehr Richtung IG, Ablösung von der jetzigen Genossenschaft? Bei einer Ablösung bräuchte es keine Statutenänderung. Antwort: Die Statutenänderung ist ein weiterer Schritt in Richtung Ablösung von der Genossenschaft. - Eine Statutenänderung wäre eine einfachere Struktur für das Weitergehen. In den Mehrfamilienhäuser ist noch ein grosses Vermögen der Einfamilienhausbesitzer angelegt. - Eine IG ist unmöglich, da auf einigen Häusern noch immer Subventionen sind, die bei einer Auflösung zurückbezahlt werden müssten. - Regelung der Anteilscheine. - Einbringung in die Statuten, dass genau geklärt wird, wann die GV stattfinden muss. Zurzeit müssen Anträge zwei Monate vor der GV eingereicht werden, was nie reicht, da die Einladung immer erst einen Monat vorher eintrifft. - Auflage, dass der Präsident im Wylergut wohnt. - Interessenverflechtungen vermeiden. - Bei einer Auflösung der Genossenschaft müssten die Besitzer dann auch gewillt sein, Ämter zu übernehmen. - Genossenschaft sollte bleiben, aber in den Statuten muss klar zwischen den Einfamilienhausbesitzer und den Mietwohnungen differenziert werden. - Vorschlag für die Anteilscheine: Pro Wohneinheit ein Stimmrecht. Zurzeit bezahlt ein Einfamilienhausbesitzer Fr. 4'000.-- und ein Mieter 2‘000.-- Franken. - Für die Generalversammlung sollte es Stimmausweise geben. Abstimmung über das weitere Vorgehen - Auswertung Fragebogen, Trennung der Genossenschaften, Gründung einer IG: bei einzelnen Enthaltungen unterstützt die Mehrheit der anwesenden Personen diese Vorhaben. - Statutenänderung und Vorbringung an der ausserordentlichen GV: bei einzelnen Enthaltungen unterstützt eine grosse Mehrheit der anwesenden Personen eine Änderung nach den vorgestellten Grundsätzen.

Informationen (Roger Schneider) - Baustelle an der Haldenstrasse; Verlegung einer Gasleitung von Ostermundigen Richtung Bümpliz. Er hat sich beim EWB erkundigt. Auskunft: In den Jahren 05/06 werden die Wasserleitungen saniert. Im Januar/Februar 05 werden die Eigentümer im Wylergut informiert. Bis zur March übernimmt die Stadt die Kosten, den Rest muss der Eigentümer selber tragen. Ca 25 Personen interessieren sich dafür, dass bei einer Renovierung der Wasserleitung ebenfalls das Gas ins Wylergut gezogen wird. - Am 3. März 2005 findet die ausserordentliche Genossenschaftsversammlung statt. Es geht um die Sanierung der beiden Miethäuser Konsum- und Geschäftshaus. Es muss ein Kredit bewilligt werden. Zudem muss die Rechnung des vergangenen Jahres noch genehmigt werden. Falls es zeitlich reicht, Statutenänderung. Eine Teilnahme aller Eigentümer ist wichtig. - Für die Änderung der Statuten wäre eine juristische Unterstützung wichtig. Ist jemand Jurist oder kennt jemanden, der mitarbeiten würde? - Im Januar 05 Information der Mieter an der Polygonstrasse, damit sie informiert sind und die Gerüchte unterbunden werden können. - Infos sowie die Statutenänderung können auf der Homepage abgerufen werden. Über Feedbacks sind wir stets dankbar. - Weiteres Vorgehen: Statutenänderung für den 3.3.05 vorbereiten, falls es nicht reicht, werden sie an der ordentlichen GV unterbreitet. Ein nächstes Treffen für den Austausch von Informationen ist Ende Februar vorgesehen, dann sollte die Auswertung der Fragebogen bekannt sein.

Paul Rauber dankt den organisierenden Ehepaaren für ihren Einsatz und ist der Meinung, dass man auf dem richtigen Weg ist!

Für die Aktennotiz

Anita Schneider

Bern, 28. November 2004